
Es ist, so leid mir das verkünden zu müssen auch tut, Montag. „Die Zukunft!“ des Monats: Stellt euch vor, ihr verlasst die Erde, weil ihr die Nase voll davon habt, Outlook nutzen zu müssen, und dann müsst ihr im Weltall mehrere Outlooks nutzen und die gehen dann nicht. The Void would very much like you to stop screaming into it (2017).
Neue „KI“-induzierte Regel für den zwischenmenschlichen Umgang: Wer eine fremde Sprache hinreichend gut gelernt hat, der ist zweifellos ein Roboter. Irgendwas mit Tempura und Morus. Alle bekloppt.
(Hilfreicher Wegweiser für den Alltag: Seid ihr Deutsche oder seid ihr Autisten?)
Militaristisches: VW-Mitarbeiter würden gern weniger Mordwerkzeuge bauen, werden aber nicht gefragt. Länger wegzufahren, um diesen geschichtsvergessenen Mist wenigstens mal ein halbes Jahr lang nicht mehr ertragen zu müssen, geht jedenfalls nicht mehr, ohne das Oberkommando zu fragen. Das ist ein bisschen wie früher, nur mit mehr Feminismus. Worin genau besteht jetzt eigentlich noch die mit der sonstwie eklig argumentierenden AfD heraufdräuende Gefahr — dass dann das passiert, was gerade passiert?
Ist es das, was ihr wollt?
Ein guter Tod steht allerdings dann doch noch an, nämlich der des Musikstreamings. Es könne gar passieren, mutmaßt des Artikels Autor, dass Künstler sich in den nächsten Jahren anstelle der „Sichtbarkeit“, mit der man halt auch keine Miete bezahlen kann, wieder mehr um die Bindung ihrer Anhänger scheren und gar, huch!, Plattenverkäufe anstelle irgendwelcher Einträge in irgendwelchen Wiedergabelisten irgendwelcher Banausen für erstrebenswert halten könnten. Endlich mal eine Zukunftsvision, hinter der ich mich guten Gewissens (notfalls allein) versammeln kann.
Durch das Netz wird gerade das kanadische Duo Angine de Poitrine getrieben, weil es in lustigen Pünktchenklamotten auftritt und mal was anderes als die immergleiche Computerpopmusik runterdudelt. Ich habe mir eines ihrer Stücke vorübergehend angesehen und angehört, mit den Achseln gezuckt und dann lieber etwas anderes angemacht, was nicht ganz so ermüdend ist.
Nämlich das hier.
Guten Morgen.